Die neue US-Ernährungspyramide - mein Blick darauf

Shownotes

Die alte Ernährungspyramide kennen wir alle. Aus der Schule, aus Broschüren, aus dem Kopf. Viel von unten, wenig von oben. Und trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl von Verwirrung. Was gilt eigentlich heute noch? Und wer gibt überhaupt vor, wie wir essen sollen?

In dieser Folge meines Podcasts DA GEHT NOCH WAS sprechen wir über die neuen amerikanischen Ernährungsempfehlungen. Anfang des Jahres hat die US-Regierung ihre Richtlinien überraschend deutlich verändert – mit einer klaren Botschaft: weniger Zucker, weniger hochverarbeitete Lebensmittel, mehr echtes Essen. Ein Kurswechsel, der weltweit Aufmerksamkeit erzeugt hat. Wir schauen uns an, was hinter diesem Perspektivwechsel steckt. Warum Zucker erstmals klar als Problem benannt wird. Weshalb hochverarbeitete Lebensmittel zurückgedrängt werden sollen. Und warum plötzlich Protein so stark in den Fokus rückt. Gleichzeitig geht es um offene Fragen und kritische Punkte: Wie sinnvoll sind sehr hohe Proteinempfehlungen wirklich? Warum wird rotes Fleisch so prominent platziert? Und wo bleibt der Blick auf pflanzliche Vielfalt?

Ich teile meine persönliche Einschätzung zur neuen amerikanischen Ernährungspyramide. Was ich daran gut finde. Wo ich skeptisch bin. Und warum für mich nach wie vor nicht Kalorien zählen im Mittelpunkt steht, sondern Stoffwechselgesundheit, Darm, Entzündungen und langfristiges Wohlbefinden. Am Ende geht es um Orientierung. Nicht um Dogmen. Nicht um perfekte Regeln. Sondern um die Frage: Welche Lebensmittel halten uns wirklich gesund, leistungsfähig und in Balance? Und was dürfen wir getrost kritisch hinterfragen, auch wenn es offiziell empfohlen wird? Ich verrate es Euch. Eure Anastasia

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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:02: Der Grundton dieser neuen Empfehlungen lässt sich relativ simpel erst mal zusammenfassen.

00:00:07: Weniger Zucker, weniger hochverarbeitete Lebensmittel, dafür mehr echtes Essen.

00:00:15: Da geht noch was.

00:00:17: Der Gesundheits-Podcast mit Anastasia Zamponides.

00:00:23: Hallo Kalimera und herzlich willkommen in meinem Podcast.

00:00:26: Da geht noch was.

00:00:27: Hallo Felix, guten Morgen.

00:00:29: Guten

00:00:29: Morgen Anastasia.

00:00:30: Schön, dass wir uns wieder hören.

00:00:32: Eis und Schnee in Berlin.

00:00:34: Ja, hier in Frankfurt hatte es Eis und Schnee, aber mittlerweile ist so gut, wie alles weggedaut.

00:00:39: Na Gott sei Dank, weil Deutschland kann nicht mehr Winter.

00:00:43: Flug annuliert, Bahn fährt nicht durch.

00:00:45: Ich muss in Essen umsteigen in die S-Bahn und ach, das ist ja all das.

00:00:49: Aber ich bin wieder da aus Düsseldorf.

00:00:52: Ich war bei Vollekanne diese Woche im ZDF.

00:00:55: Ja, das ist immer wieder eine Freude.

00:00:57: Ich glaube, ich war vor zwanzig oder vormundzwanzig Jahren das erste Mal da.

00:01:01: Und da sind tatsächlich auch noch dieselben Redakteure teilweise.

00:01:05: Es war sehr schön.

00:01:06: Und falls ihr reinhören oder schauen wollt, besser gesagt, in der Mediathek, den Link habe ich auch schon gepostet.

00:01:13: Und du bitte auch, Felix, weil du hast

00:01:15: nicht

00:01:15: zugeguckt, live, live.

00:01:17: Nein, da war ich wahrscheinlich gerade im Kindergarten, als du da am Start warst.

00:01:21: Ja, wahrscheinlich.

00:01:23: Barbette hat mir geschaut.

00:01:36: Ja, ich glaube, jeder hat die auch in der Schule mal gehabt.

00:01:40: Die ist ja wirklich viele, viele Jahrzehnte mittlerweile alt.

00:01:44: Und wir alle haben dieses Bild vor Augen mit den verschiedenen Lebensmitteln und Lebensmittelgruppen, die so pyramidenartig aufgebaut sind.

00:01:51: Und im Grunde ... Wenn ich mich richtig erinnere, war der Sinn, alles was unten ist, was viel ist, davon können wir auch viel essen und alles was oben in der Spitze ist, davon sollten wir eben wenig zu uns nehmen.

00:02:01: Also ganz oben waren so natürlich auch deine Erzfeind der Zucker zum Beispiel.

00:02:05: Ja, ich fand die Alter aber auch schon sehr irritierend, etwas sehr.

00:02:11: Und bei der neuen bin ich jetzt auch ein bisschen verwirrt.

00:02:14: Aber wir wollen uns einfach mal anschauen, wie sieht es jetzt aus?

00:02:18: Was ist der Unterschied?

00:02:20: Und vor allem sollten wir uns danach richten oder interessiert euch das überhaupt nicht?

00:02:24: Das könnt ihr natürlich auch gerne kommentieren.

00:02:27: Anfang des Jahres, also es ist noch gar nicht so lange her, gab es einen Riesen-Paukenschlag aus den USA, völlig überraschend eigentlich.

00:02:33: Und nein, diesmal nicht von dem alten weißen dicken Mann mit orangefarbner Haut, sondern von dem alten weißen dicken Mann mit weißer Haut lol.

00:02:45: Ein bisschen fies muss auch mal sein, oder?

00:02:47: Ja, wobei, ich glaube, so alt ist der Kennedy noch gar nicht, oder?

00:02:50: Und so dick ist er, glaube ich, auch gar nicht.

00:02:52: Ja,

00:02:53: egal.

00:02:54: Anfang Januar gab es auf jeden Fall einen richtigen Kurswechsel in der Ernährungspolitik der USA.

00:02:59: Halleluja, es werde Licht.

00:03:01: Und natürlich schaut auch die ganze Welt drauf.

00:03:04: Außer vielleicht die Japaner.

00:03:05: Oder die Griechen, die interessieren sich auch nicht dafür.

00:03:08: Die essen ja alle so gesund.

00:03:09: Also, die Regierung beziehungsweise eben der aktuelle Gesundheitsminister, Robert F. Kennedy Jr.

00:03:17: hat diese neuen Ernährungsrichtlinien veröffentlicht und er hat auch ein Motto dafür.

00:03:23: Make America Healthy Again.

00:03:27: Felix, ich würde das again streichen.

00:03:29: Make America Healthy.

00:03:32: Ja, also man muss schon sagen, Amerika ist natürlich das Land von Super Seismi, von Fast Food, von Convenient Food, von ja alles irgendwie in großen Mengen, großen Tüten, alles schon fertig vorbereitet.

00:03:45: Im Grunde für dich der Entgegner.

00:03:47: Absolut, ja.

00:03:48: Und das Ganze wird alle fünf Jahre gemacht im Rahmen der Dietary Guidelines for Americans.

00:03:55: Und diese neue soll dann jetzt bis zu zwanzig dreißig gültig sein.

00:04:00: Und die davor, das fand ich ganz interessant zu sehen, war ganze fünfzehn Jahre am Start.

00:04:05: Also die wurde gar nicht so großartig geändert, fünfzehn Jahre lang und nannte sich auch gar nicht mehr Pyramide, sondern Mai.

00:04:13: played, also mein Teller.

00:04:15: Also da wurde so eine Art Teller visualisiert statt der alten Pyramide.

00:04:19: Aber wir haben alle noch die Pyramide im Kopf, ne?

00:04:22: Ja, wir haben die Pyramide im Kopf, wobei man muss natürlich auch sagen, auch in Deutschland, von der deutschen Gesellschaft für Ernährung, die adaptieren das häufig und bauen sich das natürlich so ein bisschen wie es visuell auch für sie passt.

00:04:33: Aber man muss schon sagen, das, was die Amerikaner davor geben, diese Ernährungs-Diet-Empfehlung, das ist für viele Länder weltweit schon so der Standard, an dem man sich zumindest orientiert.

00:04:46: Ja, das ist tatsächlich so.

00:04:49: Der Grundton dieser neuen Empfehlungen lässt sich relativ simpel erstmal zusammenfassen.

00:04:54: Weniger Zucker, weniger hochverarbeitete Lebensmittel, dafür mehr echtes Essen.

00:05:01: Also das hört sich doch einfach mal vernünftig an, oder?

00:05:04: Ja, und der Kennedy, du hast ihn gerade schon zitiert, der hat ja in seiner Präsentation von dieser Pyramide seinen Claim, seine Headline sozusagen war,

00:05:14: Eat

00:05:15: Real Food.

00:05:17: Also ja.

00:05:18: Echt,

00:05:18: echtes Essen.

00:05:20: Und das war schon, muss man wirklich sagen, eine Hundert-Achzig-Grad-Wende von allem, was man aus Amerika in diesem Bereich bisher gehört hatte.

00:05:28: Absolut.

00:05:28: Und du weißt schon, was das bedeutet, Felix.

00:05:30: Wir haben einen heimlichen Hörer aus den USA.

00:05:34: Wahrscheinlich.

00:05:34: In Kognito natürlich.

00:05:36: Darf keiner wissen, aber halt zu.

00:05:38: Ja.

00:05:39: Robert, Grüße gehen raus.

00:05:41: Ja, genau.

00:05:42: Hello, Robert.

00:05:43: How is it going?

00:05:45: Zucker wird aber also wirklich ganz klar zum Problem erklärt und... Wow, ich sage wirklich nur wow, dass ich oder wir das nochmal erleben dürfen, weil die Zuckerlobby in den USA ist nochmal um ein Vielfaches mehr böse.

00:06:00: Da ist unsere deutsche Dunkelmacht wirklich Kindergarten gegen.

00:06:04: Ich habe in meinem allerersten Buch mal beschrieben, was mit einem britischen Wissenschaftler damals in den Sechziger Jahren passiert ist.

00:06:12: Sein Name ist John Yatkin.

00:06:15: Er hat nämlich schon in den Sechzigerjahren festgestellt und dummerweise veröffentlicht, wie schädlich Industriezucker ist.

00:06:24: Der wurde regelrecht hingerichtet.

00:06:26: Und das ist wirklich eigentlich traurig und ein bisschen bitterironisch, weil er hatte Recht.

00:06:31: Er war ihm einfach sehr früh und wurde bombardiert von einer Industrie.

00:06:35: Er wurde belächelt, bekämpft, einfach gecancelt und heute bestätigen ja ganz viele Studien, dass er Recht hatte.

00:06:42: Nun gut, also.

00:06:44: Die neuen Empfehlungen raten US-Bürgern insgesamt zu einem geringeren Zuckerkonsum.

00:06:51: Und jetzt finde ich es interessant und da müsstest du mal als Vater von zwei kleinen Kindern einordnen, ob das überhaupt machbar ist.

00:06:58: Sie empfiehlt auch Kinder bis zum Alter von zehn ganz komplett auf Zucker zu verzichten, Süßstoffe und zuckerhaltige Getränke.

00:07:06: Und jetzt frage ich dich, ist das machbar?

00:07:10: Also ganz ehrlich, ich bin sicher, es wird Leute geben, die versuchen das.

00:07:13: Und auch in unserem Freundeskreis bei den Kumpels von Karl und Oskar gibt es ein paar Familien, die versuchen das wirklich zu reduzieren auf Null.

00:07:22: Aber ich gebe den Beispiel, wir hatten gestern Geburtstag vom Karl gefeiert, da waren sechsundzwanzig Kinder.

00:07:28: Und natürlich, natürlich, willst du irgendwie einen Kuchen anbieten und willst vielleicht irgendwie auch spielen.

00:07:34: Und die Kinder wollen, die fordern das ein, weil irgendeiner im Kindergarten hat schon mal einen Lutscher gegessen oder ein Stück Schokolade oder einen Bonbon.

00:07:42: Und dann wollen die das auch, die fordern das einfach ein.

00:07:45: Und ich glaube auch, es ganz zu verteufeln und zu verbieten.

00:07:50: ist wahrscheinlich auch nicht der richtige Weg.

00:07:51: Dann haben die wahrscheinlich auch einen falschen Umgang damit.

00:07:53: Aber klar zu machen, dass es wenig ist, dass man das ab und an sich mal gönnen kann, aber eben nicht jeden Tag.

00:08:00: Das ist, glaube ich, der Weg, der vernünftig ist und der machbar ist.

00:08:03: Und das versuchen wir auch.

00:08:05: Aber es auf null zu reduzieren, das kriegst du nicht hin.

00:08:07: Dann wirst du auf jedem Geburtstag der Außenseiter sein, der nicht den Kuchen mitessen darf, der nicht mal irgendwie, wenn es kleine Geschenke gibt, auch irgendwie einen Schokoladen, Taler oder sowas bekommt.

00:08:16: Und dann ist dein Kind eben auch so ein Außenseiter.

00:08:18: Das willst du ja auch nicht.

00:08:19: Nein, das wollen wir nicht.

00:08:21: Und Stand heute ist es, glaube ich, auch nicht machbar.

00:08:23: Aber wünschenswert wäre es ja.

00:08:25: Das wäre insgesamt eine sensationelle Investition in ein Land auch, in ein Industriestaat, weil das nämlich bedeuten würde, dass diese Kinder später topfit und leistungsstark und vor allem gesund sein werden.

00:08:40: Vor allem die Krankenkassen.

00:08:43: Ich weiß nicht, was in zwanzig Jahren los sein wird.

00:08:46: Leider Gottes bin ich dann wahrscheinlich noch da.

00:08:48: Gut, aber das ist ein anderes Thema.

00:08:51: Es wird auch darauf hingewiesen, Kohlenhydrate, raffinierte Kohlenhydrate wie Weißbrot oder Weizen-Tortillas sollen deutlich reduziert werden.

00:09:03: Und das ist auch neu für die USA.

00:09:05: Es sich ja auch nicht und habe ich ja auch oft schon erwähnt, warum nicht, weil einfach große oder hohe Blutzuckerspitzen entstehen.

00:09:13: Bei den Weizen-Tatiers wundere ich mich, weil die wurden, als ich in Amerika zum Beispiel vor über dreißig Jahren war, auch immer als wahnsinnig gesund aus der mexikanischen Küche angepriesen.

00:09:24: Und Weißmehl wird jetzt auch verteufelt.

00:09:26: Interessant.

00:09:27: Es ist so ein bisschen der Schiff, wenn man sich diese Pyramide anguckt, aber das wirst du gleich noch genauer erklären.

00:09:33: Weg von den Kohlhydraten hin eher zu den Eiweißen.

00:09:37: Genau.

00:09:38: Und stattdessen rückt wirklich Protein richtig doll in den Fokus.

00:09:41: und die neuen Richtlinien, das wird jetzt auch spannend.

00:09:45: Die Empfehlung bisher war ja Nullkomma acht Gramm Protein pro Körpergewicht.

00:09:50: Und da hatten wir auch schon in unserem Podcast gesagt, je älter man wird, kann man da so ein bisschen raufgehen, auf ein Gramm pro Körpergewicht, durchaus ab von vierzig, fünfzig, vielleicht sogar eins Komma zwei Gramm.

00:10:02: Und hier, das finde ich, wow, eins Komma zwei bis eins Komma sechs Gramm Protein pro Körpergewicht.

00:10:09: Ich glaube, ich würde das nicht schaffen.

00:10:11: Das ist schon eine Menge.

00:10:13: Ich habe neulich gelesen, also, bei einem großen Erwachsenen-Mann, pro Körpergewicht, Kilogramm.

00:10:19: Also, das kann am Ende so ein Fünfhundert Gramm Steak, um das man sich vorzustellen.

00:10:24: Das ist schon ein Riesenklopper.

00:10:26: Also, low-fat, high-carb heißt also bye-bye.

00:10:32: Das hat sich jetzt tatsächlich geändert.

00:10:35: Auffällig finde ich auch die neue Gewichtung.

00:10:37: Da können wir jetzt mal ins Detail gehen.

00:10:39: Also Fleisch, Milchprodukte, da wird ganz klar gesagt, wir wollen nur noch Vollfettprodukte.

00:10:47: Es gibt ja, also ich trinke ja seit dreißig Jahren keine Kuhmilch mehr, aber es gibt ja, ich glaube, eins Komma fünf Fettanteil und drei Komma fünf oder drei Komma acht, richtig?

00:10:57: Und hier wird jetzt gesagt keine leichten Fette mehr, sondern voll Fett.

00:11:01: Da bin ich mir auch nicht so sicher, ob das so empfehlenswert wird, aber Low Fett muss nicht mehr sein.

00:11:07: Aber ich unterscheide ja zwischen tierischen Fetten und pflanzlichen.

00:11:11: Aber hier stehen auch die gesunde Fette auf einer Ebene mit Gemüse und Obst.

00:11:16: Das hat sich tatsächlich geändert.

00:11:18: Also das ist schon mal gut.

00:11:21: Worüber ich mich wirklich sehr wundere, ist, dass Fleisch, also Proteinkwelle aus rotem Fleisch und Kuhmilchprodukten auf einer Ebene mit Gemüse steht.

00:11:35: Und da entsteht ein großes Fragezeichen auf meinem Kopf.

00:11:38: Und da muss ich sagen, nein, kann ich nicht unterschreiben.

00:11:42: Ja, es ist, also natürlich muss man, muss man viererweise sagen, diese Grafik, die auch gar nicht mehr wie eine Pyramide aussieht, sondern eher wie auf dem Kopf gestellt.

00:11:50: ist natürlich sehr vereinfacht.

00:11:52: Also da werden natürlich viele Dinge auf wenig Raum irgendwie visualisiert.

00:11:56: Ich glaube, wenn man sich die, auf der Website, es gibt ja eine Seite, wo man sich quasi diese Ernährungsempfehlungen wirklich sehr detailliert anschauen kann, das sind viele, viele Seiten, die man da lesen kann.

00:12:08: Aber es lohnt sich da wirklich mal reinzugucken, weil da wird schon erklärt, dass das nicht gleichwertig sein soll.

00:12:13: Das heißt jetzt nicht, dass Brokkoli und Butter gleichwertig zu betrachten sind.

00:12:18: Aber es heißt, dass sie von den Inhalten schon auf einer Ebene stehen und dass man sie gleichwertig konsumieren kann.

00:12:24: Das ist, glaube ich, damit gemeint.

00:12:27: Ja, aber ich finde es schon wichtig, dass es eben auch für einen Konsumenten ... einfacher dargestellt, also so verständlicher dargestellt wird, weil viele eben einfach keine Zeit oder keine Lust haben, sich eben alles genau anzuschauen, ne?

00:12:39: Das wäre auch auf jeden Fall ein Trickpunkt.

00:12:41: Aber der Perspektivwechsel generell, von früher, wir zählen Kalorien, wir schauen, wie viel Fett wir zu uns nehmen, davon haben wir uns jetzt abgewendet und es geht jetzt mehr um die Stoffwechselgesundheit.

00:12:53: Also ich sage ja auch, dass es gar nicht so wichtig ist, wie viel Kalorien ich jeden Tag zu mir nehme, sondern eher dass ich esse.

00:13:01: Ich esse ja eigentlich zu viel Energie.

00:13:04: Ich nehme zu viel Energie auf, müsste eigentlich ein bisschen übergewichtiger sein, bin es aber nicht, weil ich ja wahnsinnig viel Gemüse und Ballerstoffe zu mir nehme.

00:13:12: Das ist auf jeden Fall gut.

00:13:14: Hier geht es eben um Entzündungsprozesse, Herzkreislaufrisiken, Darm, Mikrobiom.

00:13:19: Das alles steht jetzt im Mittelpunkt, was man früher eben einfach nur so auf Kalorien zählen oder so reduziert hat.

00:13:26: Aber es gibt auch deutliche Kritik.

00:13:29: Ernährungswissenschaftler sagen natürlich, hier Zuckerreduktion ist super.

00:13:33: Hochverarbeitete Lebensmittel wollen wir nicht mehr essen.

00:13:35: Es ist also alles wunderbar.

00:13:37: Aber das mit dem Fleisch und Protein muss man sich genauer anschauen.

00:13:43: Es gibt ja nach wie vor Empfehlungen.

00:13:46: Also die WHO sagt mittlerweile nicht mehr so und so viel Gramm pro Tag, sondern sie sagt einfach moderates Essen von Fleisch.

00:13:54: limitieren, aber sie geben keinen festen Wert mehr an, finde ich auch interessant.

00:13:59: Aber die DGE in Deutschland, ja, die sagt dreihundert bis sechshundert Gramm pro Woche.

00:14:06: Okay.

00:14:07: Kommst du da hin?

00:14:08: Nee, also definitiv

00:14:09: nicht.

00:14:10: Nee, das schaffst du nicht, ne?

00:14:11: Also meine Meinung zu der neuen Foodpyramide, nenne ich sie nach wie vor, ganz klar.

00:14:19: Top ist natürlich die Zuckerreduktion.

00:14:22: Top ist natürlich auch echtes Essen zu essen, also verarbeitetes, weglassen, limitieren, reduzieren.

00:14:29: Kritisch finde ich den Fleischkonsum, da frage ich mich, ob die Fleischlobby vielleicht die Zuckerlobby in Amerika abgelöst hat.

00:14:36: Da würde ich unbedingt darauf achten, je weniger, umso besser.

00:14:39: das ist und bleibt einfach eine Richtlinie.

00:14:44: Eine Sache finde ich auch problematisch.

00:14:46: Zu viel Protein könnte eventuell auch den Körper belasten.

00:14:49: Also, versuch das eher moderat zu halten.

00:14:52: Und eins, sechs halte ich für utopisch.

00:14:54: Es sei denn ihr seid, eins, sechsundneunzig groß, seid ein Mann und habt viel Muskelmasse.

00:14:58: Dann geht das, glaube ich.

00:14:59: Du sprichst von mir.

00:15:00: Ich spreche von dir, das heißt ab sofort eins, sechs Gramm Protein Felix.

00:15:04: Du weißt Bescheid.

00:15:05: Mindestens, mindestens.

00:15:06: Aber ohne Schwein, Sachsen und Steak.

00:15:08: Kriegst du hin, oder?

00:15:09: Das wird schwer.

00:15:10: Dann geht doch noch was.

00:15:11: Auch in deinem Muskelleben.

00:15:13: Bis nächste Woche.

00:15:13: Tschüss und bye bye.

00:15:14: Da geht noch

00:15:29: was.

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