Gute Vorsätze: Wie wir dranbleiben

Shownotes

Neues Jahr, neue Pläne: Gesünder essen, mehr Sport, vielleicht zuckerfrei leben. Klingt gut. Fühlt sich am 1. Januar auch absolut machbar an. Und dann kommt der Alltag. Stress, Müdigkeit, Einladungen, alte Gewohnheiten. Und plötzlich ist von den großen Vorsätzen nicht mehr viel übrig.

In dieser Folge meines Podcasts DA GEHT NOCH WAS beschäftigen wir uns damit, warum gute Vorsätze so oft scheitern und was wirklich dahintersteckt. Nicht fehlende Disziplin, sondern unser Gehirn, unsere Routinen und oft auch unser Umfeld machen uns einen Strich durch die Rechnung. Gerade beim Thema Zuckerfrei zeigt sich schnell: Rückfälle sind keine Charakterschwäche, sondern eine ziemlich normale Reaktion des Körpers. Wir schauen gemeinsam darauf, warum radikale Veränderungen selten funktionieren, weshalb „gesünder essen“ als Ziel zu schwammig ist und wieso Vorbereitung oft wichtiger ist als Willenskraft. Es geht um Stress, Schlaf, Heißhunger, alte Muster und darum, wie kleine Strategien im Alltag den entscheidenden Unterschied machen können. Warum geben so viele Menschen ihre Vorsätze schon im Januar auf? Was hilft wirklich, dranzubleiben? Und wie gelingt ein Neustart, auch wenn es nicht perfekt läuft? Eure Anastasia

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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:02: Dieses ich will gesünder Essen ist zu abstrakt.

00:00:04: Wir müssen es klar benennen.

00:00:06: Ich will den Zucker weglassen oder ich probiere es mal zu reduzieren.

00:00:12: Ich will tierische Produkte weglassen.

00:00:14: Ich will den Alkohol weglassen.

00:00:16: Also konkret formulieren, weil das Gehirn ist schlauer als wir.

00:00:30: Hallo Kalimera und herzlich willkommen in meinem Podcast.

00:00:34: Da geht noch was.

00:00:35: Happy New Year!

00:00:36: Etwas verspätet, aber geht noch.

00:00:39: Happy New Year, frohes Neues.

00:00:41: Kronja Bola.

00:00:43: Einmal nachsprechen, Felix.

00:00:44: Hallo, hallo.

00:00:45: Oh, hallo, hallo Kirchen.

00:00:47: Wie war das erste nochmal?

00:00:48: Kronja Bola.

00:00:51: Kronja Bola.

00:00:52: Na also, geht doch.

00:00:53: Na guck mal,

00:00:55: in mir schlummern griechische Gene.

00:00:56: Ich hab's immer gewusst.

00:00:58: Genau, genau.

00:00:59: Wie war's bei euch?

00:01:00: Ihr wart im Schnee.

00:01:01: Ja, wir waren nicht in Griechenland, sondern wir waren in Österreich, in den Alpen.

00:01:05: Und es war sehr schön.

00:01:06: Es war sehr kalt, kann ich dir sagen, über den Jahreswechsel.

00:01:09: Minus zwanzig Grad war, glaube ich, die kälteste Nacht, die wir erlebt haben.

00:01:13: Wow.

00:01:13: Und der Schnee war oben auf den Gipfeln.

00:01:15: War super.

00:01:16: Die Skifahrer waren alle sehr happy.

00:01:17: Unsere Jungs waren auch in der Skischule.

00:01:20: Und dann Anfang Januar hat es Tage Schneid, drei, vier Tage am Stück.

00:01:24: Und jetzt ist da richtig Winter Wonderland.

00:01:26: Also es war sehr, sehr schön.

00:01:27: Wir sind auch gerade erst vor zwei Tagen frisch zurück und die Kids sind wieder im Kindergarten und fragen schon, Papa, wann fahren wir wieder in die Berge?

00:01:37: Es sah wirklich toll aus.

00:01:38: Ich habe ja mal bei dir reingeschaut.

00:01:39: Also es war wirklich märchenhaft.

00:01:41: Ja, märchenhaft war es bei mir nicht, aber dafür ein bisschen sonniger und ein bisschen wärmer.

00:01:47: Also an Silvester in Griechenland waren, glaube ich, zwölf bis vier ist frisch, aber machbar.

00:01:56: Und Sonne.

00:01:57: Also wenn es gegen minus zwanzig Grad.

00:01:59: und auch in Deutschland, ich meine, wer hier zu Hause war über den Jahreswechsel, egal ob du in Hamburg lebst oder in München, in Berlin oder in Köln, es war ja eiskalt.

00:02:08: Es war ja wirklich eisig.

00:02:09: Ja, es tut auch wirklich weh.

00:02:11: Und wenn man mich vom Laufen draußen abhalten will, das ist schon schwierig, aber das ist halt eine Temperatur, da sage ich so, hm.

00:02:19: Und aktuell regnet es in Berlin.

00:02:21: Das heißt, es taut.

00:02:22: Es ist unglaublich.

00:02:23: Ich träume schon wieder von meinem nächsten Griechenland der Aufenthalt.

00:02:27: Und ich habe heute Hals.

00:02:28: Das heißt, ich werde wahrscheinlich letzte Nacht geschnarcht haben.

00:02:33: Ist vielleicht.

00:02:34: Warum sollte ich sonst einen kratzigen Hals haben?

00:02:36: Worauf ich achte?

00:02:37: Nur ein kleiner Ausflug, bevor wir zum heutigen Thema kommen.

00:02:40: Luftfeuchtigkeit ist ja gerade wichtig im Winter.

00:02:43: Warme, trockene Heizungsluft.

00:02:45: Wenn wir denn eine Heizung haben, die funktioniert in Berlin.

00:02:52: Das ist auf jeden Fall sehr wichtig und darauf achte ich auch.

00:02:56: So, gute Vorsätze.

00:02:58: Darüber wollen wir heute sprechen.

00:03:00: Wichtiges Thema.

00:03:01: Einige sind mittendrin.

00:03:03: Einige haben gar nicht angefangen.

00:03:05: Einige haben schon abgebrochen.

00:03:07: Ein sehr, sehr wichtiges Thema.

00:03:09: Kurz zu dir.

00:03:10: Hast du einen guten Vorsatz für sechsundzwanzig?

00:03:14: Ja, also ich habe einen Vorsatz dieses Jahr tatsächlich ein bisschen mehr und regelmäßig Sport zu machen, wobei ich diesen Vorsatz jetzt nicht erst seit dem ersten Januar habe, sondern schon eigentlich letzten Spätherbst zum Oktober gestartet habe.

00:03:28: Und das ziehe ich durch und will auch dran bleiben und war auch gestern wieder beim Sport und mache auch zu Hause ein bisschen was.

00:03:35: Das ist so mein Ziel dieses Jahr, so ein bisschen diese Beweglichkeit zu behalten, diese Geschmeidigkeit.

00:03:41: Das ist so mein Ziel dieses Jahr.

00:03:43: Das ist ein guter Vorsatz, weil auch du marschierst ja stramm auf die Fünfzig zu.

00:03:48: Ja, sind nur ein paar Jahre, aber klar.

00:03:50: Ich habe übrigens auch mal eine Zahl mitgebracht, Anastasia.

00:03:54: Die top drei bei uns Deutschen der guten Vorsätze fürs neue Jahr.

00:03:59: Was ist auf Platz eins?

00:04:01: Was nehmen sich die meisten Leute vor?

00:04:03: Abnehmen.

00:04:04: Abnehmen, hätte ich auch gedacht.

00:04:05: Ist aber tatsächlich auf Platz ... Ja, Platz fünf, weil tatsächlich Platz eins ist mehr Geld sparen,

00:04:14: auf Platz zwei

00:04:15: ist gesünder ernähren und auf Platz drei komme ich dann mit mehr Sport treiben.

00:04:21: Ich habe wie immer keinen wirklichen guten Vorsatz, also wenn dann überhaupt müsste ich mich um meine schlechten Angewohnheiten kümmern und das wäre bei mir Büroarbeit, da etwas disziplinierter zu sein, ich werde es eh nicht schaffen.

00:04:33: Insofern.

00:04:34: Und ich hab mir auch vorgenommen, mich mal so ein bisschen mehr mit künstlicher Intelligenz zu befassen.

00:04:41: Trotz meines fortschreitenden Alters sind wir ja offen für die neuen Dinge und ich sollte das ein bisschen vielleicht mehr benutzen, als ich es bisher tue.

00:04:49: Benutzt du es denn bisher schon?

00:04:51: Ja, natürlich.

00:04:52: Aber ich glaube, da sind ja noch, das ist ja ein Fass ohne Boden.

00:04:56: Da kann man ja so viel mitmachen, ja.

00:04:58: Gerade auch in dem Bereich, in dem ich tätig bin.

00:05:01: Das mache ich noch nicht so wirklich.

00:05:03: Aber das heißt ja dann auch, dass alles immer direkt nur von mir kommt.

00:05:06: Das ist ja auch was Schönes.

00:05:07: Das ist super.

00:05:08: Das finde ich sehr gut.

00:05:09: Wir gehen heute zuckerfrei neu an oder bleiben es, falls es schon läuft.

00:05:15: Es gibt nämlich wirklich einige, die rückfällig werden und die Frage ist ja an dieser Stelle, warum?

00:05:22: In welchen Situationen passiert es?

00:05:25: In welchen Situationen sagst du, ah ja, Sport ist überbewertet?

00:05:30: Eier.

00:05:30: meistens in den Situationen, wenn man mit vielen anderen Dingen beschäftigt ist.

00:05:34: Jeder, der irgendwie auch Kinder, Familie hat oder einen stressigen Alltag, einen vereinnahmenden Beruf, der weiß, dann ist man auch irgendwie erschöpft und müde.

00:05:42: und wenn man dann nach Hause kommt und denkt, oh, jetzt noch.

00:05:45: aufraffen, ins Fitness fahren und da noch mal eine Stunde irgendwas machen.

00:05:49: Heute nicht.

00:05:50: Heute bleibe ich mal zu Hause.

00:05:51: Das kennen viele dieser innere Schweinehund, der dich dann irgendwie auf die Couch zieht.

00:05:55: Und das ist so ein Thema.

00:05:56: Deswegen versuche ich übrigens jetzt immer, den Sport auf den Morgen zu verlegen.

00:06:01: Da quasi, weißt du, wo du noch Energie hast, wo du noch frisch bist, irgendwie, dass du gar nicht in diese Falle läufst, abends mit anderen Dingen dann irgendwie zu müde, zu beschäftigt zu sein.

00:06:13: Das versuche ich zumindest.

00:06:15: Und hier wäre der wichtigste Punkt, um neu anfangen zu wollen.

00:06:19: Wenn ihr gar keinen Plan habt, woran es lag, ist es sehr wahrscheinlich, dass es wieder passiert.

00:06:25: Und du hast jetzt eine richtige Lösung gefunden, du hast es analysiert und hast eine Lösung gefunden und probierst es dann eben damit.

00:06:36: Und das ist genau das, was hilft.

00:06:39: Und wir wollen uns genau deswegen diesem Aspekt widmen, weil es eben wichtig ist.

00:06:44: An dieser Stelle ein Hinweis noch in eigener Sache.

00:06:48: Die ersten Mädels haben sich schon für mein Retreat in Griechenland angemeldet.

00:06:52: Es gibt ja Menschen, die es einfach nicht in ihrem Alltag schaffen, irgendetwas zu verändern.

00:06:58: Und es auch nicht alleine schaffen.

00:07:00: Schaut euch mal bei Insta oder auch auf meiner Homepage an.

00:07:03: Was, wann, wie, wo, warum?

00:07:06: Ich zähle jetzt schon die Tage und wenn ich die Fotos sehe, wie ich da auf dem Hotelgelände stehe.

00:07:12: Ach ja, der Tag wird kommen und es wird wieder alles gut.

00:07:16: Also für alle, die geballt, alles wissen, über Zucker frei, Hormonballons, Gewichtsmanagement, Kräuter, Heilkunde und auch Kräter, die alles zusammen bekommen wollen.

00:07:27: einfach nicht schaffen.

00:07:29: Traumhaftes Hotel, traumhafter Strand, wer braucht die Malediven, wenn Griechen dann nur zwei Stunden entfernt ist?

00:07:36: Und natürlich müsst ihr nicht direkt vor Ort schon zuckerfrei essen, ja, falls ihr euch erstmal darauf vorbereiten wollt, ja, wenn ihr es noch nicht seid und das erstmal sacken lassen wollt, ihr entscheidet, wann es losgeht.

00:07:48: Aber natürlich ist es möglich, da die mediterrane Küche zuckerfrei ist.

00:07:52: Nur beim Dessert, da müssen wir reden.

00:07:54: Lol.

00:07:55: Also, wir sprechen heute von potentiellen Rückfällen.

00:07:59: Es ist mir ein großes Anliegen zu betonen, dass es im seltensten Fall fehlende Disziplin ist, also ich vor zwanzig Jahren.

00:08:06: Daran hat es nicht gelegen.

00:08:09: Und hier habe ich auch eine Nachricht von Ursula.

00:08:11: Sie ist neunundreißig aus Gelsenkirchen.

00:08:14: Liebe Anastasia, ich habe so motiviert gestartet und dann gab es den Rückfall im Büro in Woche zwei.

00:08:20: Jetzt ist eh alles zu spät.

00:08:21: Ich bin total frustriert und weiß nicht, was ich machen soll.

00:08:24: Mir ging es so gut in der zweiten Woche schon und ich hatte sogar zwei Kilo abgenommen.

00:08:29: Was sagst du, Felix?

00:08:30: Das ist doch schon mal ein guter Start.

00:08:32: Ja, aber dass dich jetzt frustriert ist, ist doch traurig, oder?

00:08:35: Das

00:08:35: ist traurig, aber wenn sie schreibt's ja zwei Kilo abgenommen, finde ich das ja erst mal gut.

00:08:38: Deswegen bin ich gespannt, warum sie jetzt traurig ist.

00:08:40: Wahrscheinlich,

00:08:40: weil es ist schon wieder zugenommen hat in der

00:08:42: dritten Woche.

00:08:45: Geht die Nachricht nicht weiter?

00:08:48: Nein, das war's.

00:08:49: Oh Mensch, ich dachte, sie schreibt noch weiter, was in der dritten Woche passiert ist.

00:08:54: Es spannt übrigens der zweite Freitag im neuen Jahr.

00:08:58: Das ist der sogenannte Quitter-Stay, also der Tag, wo die meisten Menschen ihre Neujahrsvorsätze schon wieder aufgeben.

00:09:04: Und auch übrigens eine spannende Zahl, da muss sie vielleicht gar nicht so traurig sein.

00:09:09: Denn nur acht Prozent der Menschen, die sich etwas vornehmen zum Neujahr, ziehen es auch wirklich durch.

00:09:15: Also, zweiundneinzig Prozent brechen ab.

00:09:17: Insofern, hey, no, don't worry, be happy, vielleicht jetzt mit den Tipps von Anastasia heute nochmal neu starten und dann durchziehen.

00:09:26: Vielleicht acht Prozent aller Deutschen, aber neun neunzig Prozent aller Podcast-Hörer dieses Podcast oder vielleicht mein Programm in einen zwanzig Tagen Zuckerfrei oder in diesem Jahr in Griechenland.

00:09:38: Also das kommt ja überhaupt nicht in die Tüte hier in meiner kleinen Community.

00:09:42: Aber lass uns mal anschauen, woran es liegen könnte.

00:09:44: Erstens.

00:09:45: Zu radikale Veränderungen auf einmal.

00:09:49: Viele starten ja mit diesem alles- oder nichts-Ansatz, von heute auf morgen zum Beispiel komplett vegan.

00:09:55: Halte ich für schwierig.

00:09:57: Zuckerfrei ist eine andere Geschichte, gleich dazu.

00:09:59: Aber ich zum Beispiel habe in dreißig Jahren nach und nach tierische Produkte weggelassen.

00:10:06: Und dann ist es natürlich einfacher, irgendwann zu sagen, so jetzt bin ich komplett vegan.

00:10:12: als von heute auf morgen, wenn du gestern noch alles Tier gegessen hast, was geht, und dann darauf verzichtet.

00:10:19: Ich glaube, das ist zu krass.

00:10:22: Bei Zuckerfrei allerdings ist es sehr hilfreich, weil anders als Fleisch und Tier ist dieser Stoff ja ein Suchtstoff.

00:10:32: Deswegen ist hier sofort hundert Prozent Zuckerfrei richtig, weil es nach ein paar Tagen einfacher ist.

00:10:40: Verstehst du den Unterschied?

00:10:41: Fleisch macht ja nicht süchtig.

00:10:42: Es ist nur der Geschmack und im Kopf.

00:10:45: Ja, ja.

00:10:46: Die Gewohnheit.

00:10:47: Richtig, das überfordert die Gewohnheiten.

00:10:50: Auch der Geschmackssinn, der ja noch bis gestern ganz anders aufgestellt war und der Alter kommt dazwischen.

00:10:56: Das Gehirn reagiert einfach mit Widerstand, wenn Routinen so ein bisschen wegbrechen.

00:11:03: Deswegen müssen wir da ganz sachte und zart mit uns umgehen.

00:11:08: Und deswegen ist es auch wichtig, dass man sich auf eine zuckerfreie Ernährungsumstellung gut vorbereitet.

00:11:13: Im Mindset will ich das, warum will ich das, ja?

00:11:16: Und bei allen anderen Dingen, Alkohol, Vegan, was auch immer man, oder Sport.

00:11:23: Da halte ich eine Schrittweise herangehensweise besser als so was Radikales.

00:11:29: Immer da, wo ein Suchtstoff im Spiel ist, radikal, ja.

00:11:34: Wenn es nicht Suchtfaktor ist, dann Schritt für Schritt finde ich persönlich einfacher.

00:11:39: Aber das muss auch jeder immer selbst für sich herausfinden.

00:11:42: Zweiter Punkt.

00:11:44: Die Willenskraft wird manchmal einfach überschätzt.

00:11:47: Die ist begrenzt.

00:11:48: Die kann abgenommen werden und zwar das, was du gerade erzählt hast, Stress.

00:11:53: Wenn wir gestresst sind, ist die Willenskraft geschwächt, ist einfach so.

00:11:58: Schlafmangel kann auch die Willenskraft beeinflussen.

00:12:01: Wir sind einfach nicht in unserer vollen Kraft.

00:12:04: Und emotionale Belastung, das kann privater Natur sein, kann aber auch Stress auf der Arbeit sein.

00:12:10: Es ist nämlich so, dass wir jeden Tag eine Ernährungsentscheidung fällen, täglich und auch mehrfach getroffen.

00:12:16: Und irgendwann gewinnt dann das alte Muster, wenn es zu anstrengend wird durch andere Faktoren.

00:12:22: Das heißt, Am Anfang finde ich es völlig in Ordnung, wenn wir mehrmals am Tag darüber nachdenken, was esse ich denn jetzt zuckerfrei, was mache ich etc.

00:12:31: Langfristig sollte es so sein, wie zum Beispiel bei mir, dass ich nur morgens beim Frühstück zubereiten nachdenke, was mache ich heute, wo bin ich heute, was werde ich essen.

00:12:40: Sonst wird es zu zwanghaft und das ist auch immer wieder ein Stressfaktor.

00:12:45: Das ist alles recht kompliziert und also einfach ist es nicht.

00:12:50: Das heißt also im Falle zuckerfrei in den ersten Tagen oder auch Wochen immer vorausschauend vorbereiten.

00:12:57: Meal prep ist das Zauberwort.

00:12:59: So und dann gibt es noch einen dritten Grund.

00:13:02: Biologische Gegenreaktion.

00:13:04: Gerade bei Zucker.

00:13:05: Das werdet ihr in den ersten Tagen bemerken.

00:13:08: Blutzuckerschwankungen, Heißhunger, Dopaminentzug, schlechte Stimmung, Kreuzbarkeit.

00:13:14: Man fühlt sich schlappi.

00:13:16: Der Körper interpretiert ja diese Umstellung erst mal als Mangelzustand und reagiert nicht gut.

00:13:22: Aber die gute Nachricht, das hält nun ein paar Tage.

00:13:26: Diese biologische Gegenreaktion.

00:13:29: Der Rest ist dann natürlich noch im Kopf, ja?

00:13:31: Der vierte Grund, dass soziale umfällt.

00:13:34: Guck mal, du willst abends zum Sport gehen, deine Frau sagt, ach Schatzi, lass uns doch auf dem Sofa Netflix bingen.

00:13:41: Schwierig, oder?

00:13:42: Ja, durchaus, durchaus.

00:13:44: Im

00:13:44: Männer wisst ja, happy wife.

00:13:46: Happy life.

00:13:48: Richtig.

00:13:49: Das heißt also Familie, Kollegen, Einladungen, gemeinsames Essen, irgendwelche Feiern, im alte Gewohnheiten, die können dagegen arbeiten.

00:14:01: Wenn nämlich jemand sich ständig erklären muss oder vielleicht sogar abgelehnt wird nach dem Motto, ey, wieso bist denn du jetzt auf einmal anders?

00:14:08: Was ist denn hier los?

00:14:09: Der könnte eventuell irgendwann nachgeben, einfach aus sozialem Druck.

00:14:14: Hier ist mein Tipp.

00:14:15: Das habe ich instinktiv vor zwanzig Jahren anscheinend richtig gemacht.

00:14:18: Ich habe mich nicht erklärt.

00:14:20: Ich habe einfach so weiter gemacht.

00:14:24: Ich habe Fragen beantwortet.

00:14:25: Das könnt ihr auch tun.

00:14:26: Also wir werden jetzt hier nicht zum Grinch und total asozial.

00:14:30: Aber wenn ihr die Fragen beantwortet, was ist los mit dir, was machst du da?

00:14:34: Nicht dein Gegenüber missionieren.

00:14:37: Wir geben den anderen kein schlechtes Gefühl, weil das führt dann auch wieder zu so einem Widerstand.

00:14:42: Und wir wollen ja nach wie vor ein soziales Wesen sein.

00:14:46: Jeder ist erwachsen, ist alt genug zu wissen, was er tut, was er nicht tun will.

00:14:51: Das ist nicht unser Job.

00:14:52: Aber wir beantworten gerne.

00:14:54: Also jeder macht, was er will, aber wir machen unser Ding.

00:15:00: Der nächste Grund ist das was du gerade genannt hast aus der top drei.

00:15:06: ich glaube das war die nummer zwei gesünder essen

00:15:09: genau auf platz.

00:15:10: zwei gesünder ernähren.

00:15:11: gesünder essen

00:15:12: genau und das ist auch ein grund warum oft so eine umstellung nicht lange funktioniert weil das ist nicht klar genug formuliert.

00:15:21: das ist so wie shivashi.

00:15:22: wir brauchen eine klare motivation einen klaren vorsatz.

00:15:26: also Dieses ich will gesünder Essen ist zu abstrakt.

00:15:29: Wir müssen es klar benennen.

00:15:31: Ich will den Zucker weglassen oder ich probiere es mal zu reduzieren.

00:15:37: Ich will tierische Produkte weglassen.

00:15:39: Ich will den Alkohol weglassen.

00:15:41: Also konkret formulieren, weil das Gehirn ist schlauer als wir.

00:15:48: Dieser Satz ist interessant.

00:15:50: Wie auch immer der gemeint ist.

00:15:51: Du weißt, was ich meine, oder?

00:15:54: Ja klar, am Ende ist es doch eben unser Gehirn, was hier die Regeln macht und was natürlich auch evolutionär über Jahrtausende programmiert wurde, um uns das überleben zu sichern.

00:16:02: Genau, also abstrakt formulieren ist nicht hilfreich, konkret werden und auch eine Fremdmotivation ist nicht hilfreich.

00:16:09: Also nur weil ich hier erzähle, wie geil zuckerfrei ist, das reicht nicht.

00:16:14: Also nicht man sollte, sondern ich habe mir überlegt, ich finde diese, genau, genau.

00:16:21: Also persönlichen emotionalen Grund.

00:16:24: Durchhaltevermögen wird beeinflusst.

00:16:27: Und dieses Durchhaltevermögen kann eben irritiert werden, wenn es unbequem wird.

00:16:33: Also je klarer die Motivation ist, umso größer ist der Erfolg.

00:16:40: Und

00:16:41: der Weg sollte dann auch irgendwann das Ziel sein.

00:16:44: Also nach paar Tagen Entzug sollte der Weg dann auch langsam aber sicher so ein bisschen Freude bereiten.

00:16:49: So, oh wow, ich bin da, ich schaffe es und ich fühle mich schon besser.

00:16:54: Ein weiterer Grund ist auch, dass sich viele nicht genug Gedanken machen über eine Ersatzstrategie.

00:17:02: Das heißt ja konkret, was esse ich stattdessen, was mache ich, wenn ich plötzlichen Hunger bekomme, wenn ich in einer Stresssituation bin, wenn ich Lust auf Süßes habe.

00:17:11: Das ist jetzt in unserem Fall ganz einfach, meal prep.

00:17:14: Meal Prep vorbereiten, hat Oma gesagt.

00:17:17: Das heißt, die Lust auf Süßes muss nicht verschwinden.

00:17:21: Wir essen was Süßes, aber eben zuckerfrei.

00:17:23: Und dafür habe ich ja genug Rezepte ins Universum geschickt.

00:17:26: Guckt überall da, wo es mich gibt.

00:17:30: Weil ohne konkrete Alternativen greift man automatisch zum Alten.

00:17:34: Das ist einfach so, ja?

00:17:36: Meal Prep und schon zaubern wir uns in eine neue Welt.

00:17:40: Dann gibt es auch einen Punkt, der ist mir völlig fremd.

00:17:43: Perfektionismus.

00:17:44: Würdest du dich als Perfektionisten bezeichnen?

00:17:47: für mich?

00:17:47: Auf gar keinen Fall.

00:17:48: Auf gar keinen Fall.

00:17:50: Du machst manchmal den Eindruck, aber das ist eigentlich... Das ist

00:17:54: weit weg davon.

00:17:55: Ich glaube auch Perfektionismus gibt es gar nicht.

00:17:57: Also gerade im Unperfekten, sagen wir mal, zeigt sich ja der Perfektionismus.

00:18:02: ja.

00:18:02: Jetzt wird's Philosophisch.

00:18:03: Und ich das jetzt mal sehen.

00:18:05: Jetzt geht's los.

00:18:06: So, ich sage dir, zwei Jahre Philosophie in der Oberstufe haben mich da maßgeblich geprägt.

00:18:11: Nein, nicht nur Chemie, sondern auch Philosophie.

00:18:13: Du bist so vielseitig, Felix.

00:18:15: Also Perfektionismus kann tatsächlich zum Abbruch führen, weil man dann kleine Fehler sich selbst nicht verzeihen kann, ja.

00:18:22: Also nach dem Motto, ich bin rückfällig geworden, jetzt ist eh alles zu spät, jetzt ist eh alles egal.

00:18:27: Natürlich nicht.

00:18:28: Es war nur ein kleiner Fehler oder ein kleiner Rückfall.

00:18:31: Das ist ja jetzt nicht ein Untergang, ja.

00:18:34: Also ein Fehltritt führt nicht zu kompletten Aufgabe des Vorsatzes.

00:18:39: Es ist eine Ausnahme.

00:18:42: Und

00:18:43: du hast auch intelligenterweise, wie du denn auch ein kleiner Genie bist, was machen Erfolgsmenschen aus?

00:18:50: Sie analysieren.

00:18:52: Sie baden nicht im Selbstmitleid und sagen sich so, jetzt ist alles vorbei.

00:18:57: Man darf ja gerne so einen Moment haben.

00:18:59: Da hab auch ich ja, wenn ich vor meinem Steuer ... Bergen, Unterlagen sitzen und da tue ich mir wirklich selbst leid, aber ich analysiere und versuche eine alternative Lösung zu finden.

00:19:11: Und das ist das Geheimnis eines Erfolges eigentlich in allen Lebensbereichen.

00:19:18: Der letzte Punkt ist ein bisschen abstrakter auch.

00:19:22: Wir haben unsere eigene Identität noch nicht so ganz angepasst.

00:19:27: Also, wenn jemand sagt oder denkt, ich versuche, vegan zu essen, dann ist das noch nicht dasselbe, wie ich bin jemand, der ab sofort vegan ist.

00:19:39: Ist auch so ein ganz kleiner Unterschied.

00:19:41: Aber du weißt, da ist ein kleiner Unterschied, richtig?

00:19:45: Na klar ist dann Unterschied, Logo.

00:19:47: Du sagst ja jetzt auch nicht, ich versuche mehr Sport zu machen, sondern ich bin Felix, die Sportskanone in ...

00:19:57: Na ja, so oder so ähnlich.

00:19:58: Also klar, du hast natürlich recht, der Impuls muss irgendwie, glaube ich, aus einem Selbst herauskommen.

00:20:05: Es funktioniert nicht nur, weil es irgendwie andere sagen oder irgendwie man irgendeinem Ideal hinterherrennt, sondern man muss selber das Gefühl haben, es ist gut für mich.

00:20:13: Und ich habe zum Beispiel auch, wenn ich das noch als Tipp geben darf, mir gar nicht ein großes Ziel gesteckt, was weit weg ist, sondern ich arbeite so von Woche zu Woche, von Monat zu Monat und habe so kleine Ziele, die ich fitnessmäßig oder leistungsmäßig erreichen will.

00:20:28: Und ich glaube, mein Gehirn kann das auch besser verbuchen.

00:20:31: Weißt du, es ist nicht so ein abstraktes Ziel.

00:20:33: Irgendwann Ende des Jahres will ich beim Bankdrücken hundert Kilo heben, sondern es ist eher so kleine Steps und mein Gehirn versteht, okay, es ist alles gut, wir können das gemeinsam erreichen.

00:20:43: Mann, ich bin so beeindruckt felig.

00:20:47: Wenn du Tipps von mir brauchst, melde dich gerne.

00:20:49: Ich rufe dich jederzeit an, wenn ich denn mal über meine Steuerunterlagen widersitze.

00:20:54: Also.

00:20:56: Bei einer ernährungsumstellung, bei einer zuckerfreien Ernährungsumstellung entscheidet weniger unsere Disziplin, die haben wir nämlich alle, als eben die Strategie darüber, ob wir durchhalten oder nicht.

00:21:09: Und die wirksamsten Methoden greifen auf ganz unterschiedlichen Ebenen, nicht nur auf einer, das ist unser Körper, unsere Gewohnheiten, unser Umfeld und unser Köpfchen, unser Gehirn.

00:21:20: Noch mal als Reminder, zuckerfrei heißt nicht, dass wir nicht Süßes mehr naschen.

00:21:25: eben nur ohne Industriezucker.

00:21:28: Und auch immer schön auf Süßstoffe oder Zucker-Austauschstoffe achten.

00:21:32: Ich lasse auch Agave, Dicksaft und Honig weg, weil das wieder mein Heißhunger-Triggern würde.

00:21:38: Dann ganz wichtig, bitte nicht hungern.

00:21:41: Gerade in den ersten vier bis sechs Wochen nicht.

00:21:45: Und falls ihr doch sogar ein, zwei Kilo zunehmen solltet, macht euch da nichts draus.

00:21:50: Das werdet ihr später doppelt, dreifach und fünffach verlieren.

00:21:55: Also lieber jetzt riskieren, dass ihr vielleicht sogar zwei Kilo mehr wiegt, weil ihr irgendwie Nudeln oder Nüsse zu viel essen, aber dafür eben die Umstellung schafft und später purzeln die Funde, das kann ich euch garantieren.

00:22:09: Weil ohne Industriezucker haben wir kein Heißsänger mehr, ohne Industriezucker ist die Fettverbrennung auf höchsten Niveau in unserem Körper.

00:22:18: Insofern brauchen wir uns da keine Sorgen machen.

00:22:21: Also nochmal hier mal eine Top-Drei.

00:22:23: Ganz wichtig.

00:22:24: Niemals hungern.

00:22:26: Das ist das aller, allerwichtigste.

00:22:28: Zweitens, wir verurteilen uns nicht.

00:22:30: Egal, was schiefläuft oder irgendwie nicht funktioniert.

00:22:34: Wir sind so oder so top, toll.

00:22:37: Allein die Tatsache, dass wir etwas verändern wollen, macht uns schon zu einem besseren Menschen.

00:22:43: Und drittens nascht Süßes so oft ihr Wolt, das hilft eurem Gehirn.

00:22:49: Das Gaukelt nämlich vor, alles ist

00:22:51: gut.

00:22:52: Und ihr bekommt ein paar Glückshormone.

00:22:55: So, und jetzt bin ich gespannt, was ihr für Fragen habt.

00:22:58: Wir sind natürlich offen dafür auch gerne immer unter der Folge, zum Beispiel bei Spotify.

00:23:02: Da kann man ja auch kommentieren und Fragen stellen.

00:23:05: Ja, ich habe auch eine Idee Anastas.

00:23:07: Wir starten einfach mal unter dieser Folge bei Spotify eine kleine Umfrage.

00:23:12: Und da könnt ihr einfach ganz einfach mal reinklicken, wenn ihr uns über die Spotify App auf dem Handy hört.

00:23:17: könnt ihr einfach mal abstimmen.

00:23:18: Habt ihr dieses Jahr neujahrs Vorsätze ja oder nein?

00:23:22: Sind wir mal gespannt, wie viel von euch sich was vorgenommen haben und wie viel vielleicht sagen, ich nehme nix vor.

00:23:27: Alles ist so, wie es ist.

00:23:29: Wunderbar.

00:23:29: Und wer Hilfe braucht, in meinem Kurs, in einen zwanzig Tagen zuckerfrei, gebe ich all meine Tipps und auch in meinem Retreat in Griechenland, eben mein natürlich, ein kleiner Reminder, meldet euch an, je früher umso besser, ja, dann seid ihr auch auf jeden Fall dabei.

00:23:43: Die ersten Mädels sind schon am Start, ich freue mich tierisch auf euch und ich bin gespannt, was wir in diesem Jahr alles gemeinsam erreichen werden.

00:23:51: und ich habe irgendwie im Gefühl, dass zwanzig, sechsundzwanzig ein... Ein Jahr der Veränderung sein wird.

00:23:57: Auch in meinem Leben.

00:23:58: Felix, spürst du es?

00:24:00: Das Universum ruft uns.

00:24:02: Ein neuer Mann am Horizont.

00:24:04: Okay, darüber wollte ich jetzt eigentlich nicht

00:24:07: sprechen.

00:24:09: Auch den kann man übrigens mit KI erstellen.

00:24:11: Großer Trend momentan bei Social Media.

00:24:13: Ganz viele Mädels hab ich gesehen, die sich ihren Traummann an ihre Seite zaubern lassen.

00:24:19: Was muss ich denn da eingeben?

00:24:21: Du musst einfach eingeben, wie du ihn dir vorstest, was er für Eigenschaften haben soll, wie er haussehen soll, wie er riechen, wie er schmecken soll, wie du

00:24:28: ihn dir erträumst.

00:24:29: Oder wenn ich sage, brät Pit vor dreißig Jahren, dann macht er mir auch ein.

00:24:33: Dann macht

00:24:33: er dir auch was.

00:24:34: Okay, dann mach ich das mal.

00:24:36: Danke für den Tipp.

00:24:37: Denn auch in meinem Leben geht noch

00:24:39: was.

00:24:39: Natürlich.

00:24:41: Bis nächste Woche.

00:24:43: Bis nächste Woche, tschüss und bei bei.

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